Abschlussthese der aktuellen Friedensdenkschrift

des reformierten Bundes


Der Reformierte Bund hat bei seiner Hauptversammlung am 30. September 2017 in Moers einen Zwischenruf zur Friedensverantwortung der Kirche veröffentlicht. Der 'Zwischenruf' trägt den Titel „Die Welt, unsere Angst und der Gott des Friedens“. Der 'Zwischenruf' wurde vom Moderamen des Ref. Bundes erarbeitet und einstimmig beschlossen. Und auch die Hauptversammlung hat den 'Zwischenruf' des Moderamens einstimmig gebilligt. Damit bezieht der Reformierte Bund 35 Jahre nach der Friedenserklärung von 1982 erneut Stellung. Damals hatte das Moderamen die Streitschrift „Das Bekenntnis zu Jesus Christus und die Friedensverantwortung der Kirche“ herausgegeben. Das „Nein ohne jedes Ja“ zu Massenvernichtungswaffen und die Erkenntnis der Friedensfrage als Bekenntnisfrage löste innerhalb der Ev. Kirche eine kontroverse Debatte aus. Für den Reformierten Bund ist die Friedensfrage heute weiterhin eine Bekenntnisfrage. Der 'Zwischenruf' thematisiert die zahlreichen internationalen Konflikte, die Terrorismusgefahren, nationalistische Tendenzen und neue atomare Drohungen. Angesichts der veränderten und sich zuspitzenden politischen Weltlage will der 'Zwischenruf' grundlegende Orientierungen geben. Der Titel des 'Zwischenrufs' nimmt Bezug auf eine zentrale Bibelstelle im Johannesevangelium: „Das habe ich euch gesagt, damit ihr Frieden habt in mir. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Joh 16,33).

ABSCHLUSSTHESEN

der aktuellen Friedensdenkschrift des reformierten Bundes

In ihrer Abschlusssitzung hat die Hauptversammlung des reformierten Bundes am 30.09.2017 eine Denkschrift zur Friedensthemantik veröffentlicht. Diese mündet in folgende Abschlussthesen:

Leitsatz I
Der Friede Gottes ist die zentrale Verheißung und Berufung der Kirche.

Leitsatz II
Das Bekenntnis des Glaubens fordert stets neu dazu heraus, für den gerechten Frieden zu beten, zu denken und zu arbeiten.

Leitsatz III
Die sich aktuell verschärfenden internationalen Konflikte stehen in scharfem Kontrast zu der in Jesus Christus Wirk­lichkeit gewordenen Versöhnung.

Leitsatz IV
Ein Glaube, der mit der weltweiten Christenheit auf den wiederkommenden Herrn hofft, widersetzt sich populisti­schen Heilsversprechen und nationalen Drohgebärden.

Leitsatz V
»Schwerter zu Pflugscharen!« Diese biblische Vision verlangt Schritte zur Überwindung des Teufelskreises von Angst und Gewalt, der durch Waffenbesitz und Waffenexport angeheizt wird.

Leitsatz VI
Angesichts des weitgehenden Versagens internationaler bewaffneter Friedensmissionen gilt mehr denn je der Vor­rang ziviler Konfliktlösungen.

Leitsatz VII
Zum Kalkül des Terrorismus gehören Angst und Hysterie. Die verändernde Kraft des Geistes Gottes tritt diesem Kal­kül mit widerständiger Besonnenheit entgegen.

Leitsatz VIII 
Die Orientierung am gerechten Frieden verlangt erst recht in Zeiten von Terror und Krieg, rechtsstaatliche Normen einzuhalten und völkerrechtliche Bestimmungen zu beachten.

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